Medaillen und Rekorde bei Staatsmeisterschaften (Linz 8.-9. Juli 2017)

Linz als gutes Pflaster für TGW Zehnkampf Union Athleten – Zuschauerkulisse stark ausbaufähig

Am 8. und 9. Juli 2017 stand das Linzer Stadion ganz im Zeichen der Leichtathletik. Auf der Gugl ging es bei den österreichischen Staatsmeisterschaften der allgemeinen Klasse um Medaillen. Leider fanden außer rund 400 involvierten Personen nicht mehr viele Beobachter den Weg in die Wettkampfstätte, um die Athleten anzufeuern und für eine gute Zuschauerkulisse zu sorgen.

Starke Form macht optimistisch für internationale Saisonhöhepunkte

Susanne Walli (400 m) und Sarah Lagger (Weitsprung) sicherten sich die Gold-Medaille und präsentierten sich knapp vor den internationalen Prüfungen des Jahres in sehr guter Form. Vor dem Start bei der U23-EM in Bydgoscz (POL) siegte Walli auf der regennassen Bahn in starken 54,39 Sekunden. 6,28 Meter bedeuteten für Lagger ihr bisher zweitbestes nicht windunterstütztes Ergebnis. Für die 17-jährige Oberkärntnerin geht es im Siebenkampf nach Italien zur Junioren-EM in Grosseto. Zusätzlich gewannen die beiden Athletinnen noch eine Silber (Lagger, Sperrwurf, 44,36 m), eine Bronze-Medaille (Walli, 200 m, 24,18 sek) und mit der Staffel standen sie gemeinsam am Siegerpodest.

Österreichischer U23 und OÖ. Landesrekord

Über die 4 x 100 Meter sicherte sich die Mädchen-Staffel, bestehend aus Julia Schwarzinger, Sarah Lagger, Susanne Walli und Johanna Plank, die Silbermedaille. Die Endzeit von 46,50 Sekunden bedeutet österreichischen U23, sowie oberösterreichischen Landesrekord. Die erst 15-jährige Plank sprang dabei als Schlussläuferin für Alexandra Scheftner ein, die sich beim Einspringen für den Weitsprung leicht verletzt hatte und legte ähnlich wie in Mürzzuschlag ein famoses Staffelrennen hin. Schneller als das TGW Zehnkampf Union Quartett war an diesem Tag nur die Profi-Frauenmannschaft aus St. Pölten, mit den Oberösterreicherinnen Ivona Dadic, Eva Wimberger und Viola Kleiser, sowie der Olympiafinalistin Beate Schrott, in 45,91 Sekunden. Damit bleibt der österreichische Rekord weiterhin bei 45,88 Sekunden.

Wunderheilung mit Silber gekrönt

Die durch den Ausfall von Felix Schmid-Schutti geschwächte Männermannschaft der TGW Zehnkampf Union konnte eine Silber und eine Bronze-Medaille gewinnen. Besonders bemerkenswert gestaltete sich dabei der Erfolg von Armin Beham, welcher sich 10 Tage vor der Meisterschaft bei einem Trainingsstoß den Mittelhandknochen überforderte und fortan einen Gips tragen musste. Zum Wettkampf meldete er sich dann überraschend fit und sicherte sich mit beachtlichen 42,88 Metern den zweiten Platz im Diskusbewerb. Für Dreispringer Philipp Kronsteiner war der dritte Platz ein wichtiger Schritt. Nach absolvierter Matura und einer überstandenen langwierigen Fersenprellung gewann der Staatsmeister mit einer Weite von 15,42 Meter die Bronze-Medaille.

Vereinsrekord als Katapult aufs Siegertreppchen

Im Dreisprung der Damen sorgte Catina Jo Ahrer für die Überraschung der Meisterschaft. Mit ihrem letzten Versuch auf 11,86 Meter katapultierte sich, die bis dahin im Mittelfeld liegende Ahrer auf das Siegertreppchen. Diese Weite bedeutet Vereinsrekord und sicherte ihr die Bronze-Medaille.

Top Platzierungen und Bestleistungen

Insgesamt 32 Platzierungen unter den Top-8 sorgten für eine erfolgreiche Staatsmeisterschaft und das der Vorsprung im Vereinscup auf SVS Schwechat beinahe wieder auf 300 Punkte ausgebaut werden konnte. Hervorzuheben sind die hochkarätigen Leistungen verbunden mit neuen persönlichen Bestmarken von Julia Schwarzinger (100 m, 12,14 sek, JBL), Hanna Kronsteiner (400 m Hürden, 64,01 sek), Sarah Lagger (100 m Hürden, 13,98 sek erstmals unter 14 sek), Leon Okafor (Speer, 58,68 m) und Moritz Hummer (400 m Hürden, 56,72 sek).